Google Analytics nicht ohne Einwilligung zulässig

Wenn Anbieter von in Websites eingebundenen Drittdiensten die dort erhobenen Daten auch für eigene Zwecke nutzen, muss hierfür vom Websitebetreiber eine explizite Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer eingeholt werden.

Ulrich Kelber, Bundesbe­auftragte für den Datenschutz und die Informati­onsfreiheit, fordert daher - ebenso wie die Landesda­ten­schutz­be­auftragten von Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz - Website-Betreiber dazu auf, ihre Websites umgehend auf entsprechende Drittinhalte und Tracking­me­chanismen zu überprüfen:

Wer Angebote einbindet, die wie zum Beispiel Google Analytics rechtlich zwingend eine Einwilligung erfordern, muss dafür sorgen, von seinen Websitenutzern eine datenschutzkonforme Einwilligung einzuholen. Dass dies nicht mit einfachen Informationen über sogenannte Cookie-Banner oder voraktivierte Kästchen bei Einwilli­gungs­er­klärungen funktioniert, sollte hoffentlich mittlerweile jedem klar sein. Jeder Websitebetreiber sollte sich daher genau damit auseinan­dersetzen, welche Dienste bei ihm eingebunden sind und diese notfalls deaktivieren, bis er sichergestellt hat, dass ein datenschutz­konformer Einsatz gewährleistet werden kann.“

Als Hilfestellung kann die bereits im Frühjahr von den Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder veröffentlichte Orientie­rungshilfe für Anbieter von Telemedien“ dienen. Darin wird detailliert dargestellt, wann das Tracking von Website-Besucherinnen und -Besuchern zulässig ist. Ältere Veröffent­lichungen der Aufsichtsbehörden, beispielsweise die "Hinweise des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informati­onsfreiheit zum Einsatz von Google Analytics", gelten nicht mehr, da sich die Rechtslage und die Verarbei­tungsprozesse mitunter stark verändert haben. Insbesondere behält sich Google inzwischen vor, die erhobenen Daten nicht nur für andere zu verarbeiten, sondern auch selbst zu nutzen.

Zur Pressemitteilung des Bundesda­ten­schutz­be­auftragten hier.