Abmahnungen per Mail: Erfundene Urheberrechtsverletzungen bringen Viren

Das Wichtigste in Kürze:

Mit falschen Abmahnungen verteilen Kriminelle aktuell verstärkt schädliche Software per E-Mail.
Die Empfänger sollen angeblich illegal Filme im Internet gestreamt haben.
Das Phishing-Radar rät: Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein und öffnen Sie keinesfalls den Anhang!
In einem E-Mail-Postfach liegen 92 neue Nachrichten im Spam-Ordner.

Die Behauptungen sind in der Regel frei erfunden, sollen Angst machen und den Empfänger der E-Mail dazu bringen, einen Anhang zu öffnen. Doch darin steckt die Gefahr: Programme, die den Computer beschädigen oder Daten stehlen.

Als Absender werden oft die Namen tatsächlich existierender Anwaltskanzleien genutzt. Sie sind aber nicht die wirklichen Absender der Mail. Neben einem relativ glaubwürdigen Text (siehe unten) wird der Empfänger auch namentlich angesprochen. Das lässt viele Empfänger vermuten, dass die Abmahnungen echt seien. Doch fallen Sie nicht darauf rein!

Eine wirkliche Abmahnung kommt immer per Brief, seriöse Abmahnungen per E-Mail sind uns nicht bekannt. Erhalten Sie so ein Schreiben per Post, sollten Sie jedoch reagieren und sich mit einem spezialisierten Anwalt oder den Beratern der Verbraucherzentrale in Verbindung setzen!

Zum Artikel und einem Beispiel einer der erfundenen E-Mail-Abmahnungen klicken Sie hier.