Netzwerkfähige Medizinprodukte besser schützen

Netzwerkfähige Medizinprodukte besser schützen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informati­onstechnik (BSI) hat eine Cyber-Sicherheits­empfehlung zum Thema "Cyber-Sicherheits­an­forderungen an netzwerkfähige Medizinprodukte" veröffentlicht. Die praxisnahen und umsetzungs­ori­entierten Empfehlungen richten sich insbesondere an Hersteller von Medizintechnik und unterstützen diese dabei, den Stand der Technik sowie vorhandene normative Vorgaben in ihren Produkten praktisch umzusetzen. Zudem dient das Papier auch dazu, die Hersteller für die bei der Vernetzung und Digitalisierung von Medizinprodukten entstehenden neuen Gefährdungen zu sensibilisieren. Die Cyber-Sicherheits­empfehlung des BSI ist gemeinsam mit dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronik­industrie (ZVEI) sowie mit Unterstützung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt worden.

Krankenhäuser, die gemäß BSI-Gesetz als Kritische Infrastruktur eingestuft wurden, sind verpflichtet, dem BSI bis spätestens Juni 2019 nachzuweisen, dass sie IT-Sicherheits­maßnahmen nach dem Stand der Technik erfolgreich implementiert haben. Der zunehmende Einsatz netzwerkfähiger Medizinprodukte ist dabei ein zentraler Aspekt. Da es sich bei der Medizintechnik um einen sehr heterogenen Produktbereich handelt, enthält die Cyber-Sicherheits­empfehlung eine Reihe von cyber-sicherheits­relevanten Fragen zu einzelnen Bereichen, die es dem Hersteller ermöglichen, die für sein Produkt notwendigen Handlungs­an­weisungen zu generieren und umzusetzen.

Zur Pressemitteilung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informati­onstechnik hier klicken.