Medienanstalten vereinfachen Streaming in der Coronakrise

Die Medienanstalten der Länder haben sich auf ein pragmatisches Vorgehen beim Live-Streaming von kulturellen oder religiösen Veranstaltungen sowie Bildungs­angeboten während der Corona-Krise verständigt.

Nachdem im Rahmen des Kampfes gegen den Virus alle kulturellen und kirchlichen Veranstaltungen abgesagt und Bildungs­ein­richtungen geschlossen wurden, hat das Live-Streaming dieser Anlässe an Bedeutung gewonnen. Teilweise fallen diese Live-Streams jedoch unter den Rundfunkbegriff und benötigen dementsprechend eine staatliche Zulassung.

Die Medienanstalten stellen daher ab sofort und zunächst bis zum 19. April 2020 sicher, dass solche Streams auch ohne komplizierte Verfahren angeboten werden können. Die geltenden Gesetze, insbesondere im Bereich Jugendschutz, sowie die journalistischen Sorgfalts­pflichten müssen natürlich dennoch beachet werden. Zu den konkreten Anforderungen der Anzeige dieser Angebote stellen die Medienanstalten ein Merkblatt zur Verfügung.

Bei der Absage aller gesellschaftlichen Präsenzver­an­staltungen wie Konzerten, Gottesdiensten oder Weiterbildungen sei die Kompensation durch Live-Übertragungen ein probates Mittel, um auch den Menschen zuhause weiterhin eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Mit einem vereinfachten Anzeige-Verfahren für Live-Streams, die einer rundfunk­rechtlichen Genehmigung bedürfen, biete man nun eine pragmatische Lösung mit Augenmaß, die eine schnelle Umsetzung des Vorhabens ermögliche, so Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der DLM.

Auf der Website der jeweils für Ihr Bundesland zuständigen Medienanstalt finden Sie ein PDF-Anzeigenformular zum Download für Ihre Anmeldung. Sie können dieses Formular direkt am PC ausfüllen und dann per Mail an Ihre Landesme­di­enanstalt schicken.

Zur Pressemitteilung der Medienanstalten hier.